C o m p a n y P r o j e c t s P a r t n e r s C o n t a c t H O M E

 

B O L Z A N O G O L D

 

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  B A H R T A L O !

 

Y O U N G  L E G E N D S

  EINE KINDHEIT IN EUROPA
  C H A R L Y  G R A F

 

 

 D R E A M L A N D  B U R N S

 

 

S H O R T  S Y N O P S I S // T H E M A  &  Z U S C H N I T T // P R O D U C T I O N

Logline:

Eine Dokumentation über Peter Halász einen der wichtigsten und aufregendsten Avantgarde-Theaterkünstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
 

Short Synopsis:

 Dreamland Burns fasst in einem aufwändigen und materialreichen Überblick die Lebensstationen des ungarischen Performance-Künstlers und Mitgründers des weltberühmten „Squat Theatres“ Peter Halász zusammen. Besonderen Wert haben dabei die Gesprächsaufnahmen, die noch kurz vor seinem Tod zu Beginn dieses Jahres stattgefunden haben

 Es wird sich um einen Porträtfilm handeln, der die wichtigsten Perioden in Halasz’ Leben – die Budapester, die New Yorker und die Jahre des Pendelns zwischen beiden Städten und internationalen Festivals – behandelt. Die langjährige Freundschaft des Regisseurs Can Togay mit Halász und die hochinteressanten verfügbaren Materialien versprechen einen zutiefst menschlich-persönlichen wie auch kulturell anspruchsvollen Einblick in das Leben des Künstlers.

 Der Regisseur Can Togay und der Kameramann Gábor Ferenczi haben Peter Halász im letzten Stadium seiner Krebserkrankung auf seinen Wegen zwischen Amerika und Europa begleitet und seine letzten (Selbst-)Inszenierungen verfolgt. Besonders eindrücklich zeigte sich dabei sein unbändiger Wille zum vergnüglichen Leben und seine Fähigkeit, Menschen mit seiner Kraft und seinem Humor zu beeindrucken.

 Das Gesprächsmaterial wird kombiniert mit verschiedenen Aufnahmen wesentlicher Inszenierungen Halász’ – darunter das sehr persönliche Solostück Sie, die die wunderschöne Frau des Helmmachers war sowie seine Aufbahrungszeremonie in Budapest kurz vor seinem Tod – sowie Gesprächen mit Wegbegleitern, Freunden und Förderern. Darunter sind z.B. John Lurie, Jim Jarmusch, Eszter Bálint, Ritsaert ten Kate, Istvan Bálint, Tamás Szentjóby (St. Auby), Anna Koós, u.a.
 

 

Thema und Zuschnitt:

 Peter Halász war einer der radikalsten Theatermacher Mitteleuropas. 1969 gründete er mit anderen Kollegen in einem Budapester Kulturzentrum sein erstes eigenes Theater, das Kassák Ház Studió (Kassák-Haus-Studio). Während der Zeit des kurzen legalen Bestehens war die radikale Denk- und Vortragsart dieses Theaters dem offiziellen Theaterestablishment der Epoche ein Dorn im Auge. Die Vorführungen des Ensembles fielen aus dem üblichen Rahmen der kontrollierten Kunst, ihre Auftritte waren auf den verschiedenen Festivals des Landes stets ein außerordentliches Ereignis und weckten selbstverständlich auch das Interesse des ungarischen Dienstes für Staatssicherheit. Bald wurde auch das westliche Europa auf das Theater aufmerksam und so bekamen sie bald eine Einladung zum Theater-Welttreffen in Nancy 1972

 Mit dem Verbot des Stückes „Die Mörder des Skansen“ und mit dem Entzug ihrer Theaterlizenz im Winter ´72 wurden Halász und seine Gefährten ins Niemandland, zwischen „genehmigt“ und „verboten“ abgedrängt und sahen sich gezwungen, sich in die Privatsphäre zurückzuziehen. Ihrem neuen Status Rechnung tragend nutzten sie diese Situation, um ein einzigartiges künstlerisches und soziales Projekt zu starten: Sie unternahmen den Versuch zur Aufhebung der Grenze zwischen Privatleben und Theater. In der Wohnung von Peter Halász und seiner Familie kam das erste Wohnungstheater Europas zustande. Dieser radikalen Attitüde entwuchsen im Laufe der Jahre mehrere Dutzend Theatersütcke, Aktionen, Etüden und Happenings. Die Halász-Wohnung im dritten Stock in der Dohány-Straße 20 wurde unter ständiger polizeilicher Beobachtung zu einem der wichtigsten Stützpunkte der Budapester künstlerischen Underground-Szene.

 Halász verließ nach steigender Zahl von Polizeiaktionen mit zwei seiner Gefährten im Winter 1976 Ungarn. Weitere Ensemblemitglieder folgten. Nach einem im Paris verbrachten Jahr übersiedelte die als eine Großkommune lebende Schauspieltruppe, die inzwischen den Namen Squat Theatre angenommen hatte, nach New York. Das Squat mauserte sich bald zum anerkannten Theater des Off-Off-Broadway und europäischer Festivals. Die aufgeschlossene Art und rührige Aktivität des Ensembles machte das Squat Theatre bald zu einem der wichtigsten Zentren der New Yorker Künstler-Szene, zu einem von John Lurie, Arto Lindsay, Jean Michel Basquiat, Jack Smith, Jim Jarmusch und vielen anderen Künstlern frequentierten Ort.

 Nach Auflösung des Squat in den späten Achtzigern trat Halász 1990 mit seiner neuen Truppe, dem Love-Theatre, mit dem Stück „Sie, die die wunderschöne Frau des Helmmachers war“ nach vierzehn Jahren Abwesenheit auch in Budapest auf. Der aus dem Exil heimgekehrte Künstler wurde mit großem Interesse empfangen und von da an richtete sich Halász auf das Leben eines Pendlers zwischen New York und Budapest ein. Im Jahr 2000 gründete er mit einem seiner Künstlerkollegen das Stadt-Theater (Városi-Színház) in Budapest.

 Auch in dieser Schaffensperiode vollführte Halász radikales und unkonventionelles Theater. Er vermied auch diesmal nicht, den großen Fragen des menschlichen Daseins (Tod, Sex, Krankheit, Liebe, Arbeit, Geld, Sehnsucht) direkt ins Auge zu schauen und wählte diese Themen zum Gegenstand seines ironischen, unbequemen, die gängigen Trends ignorierenden Theaters. 2004 musste Halász das Stadt-Theater-Projekt aufgeben. Wie von einer Last befreit schuf er, diesmal ohne ständige Schauspieltruppe, weitere Produktionen, inszenierte Opern, spielte in Filmen, unterrichtete und fertigte seinen ersten abendfüllenden Film „Der Spuk am Herminenfeld“ an.

 Nach einer öffentlichen Aufbahrung als noch Lebendiger vor einer großen Gemeinde von Freunden in der Budapester Kunsthalle, die als letzte künstlerische Aktion Halász’ für Aufruhr sorgte, starb er nach schwerer Krankheit in New York.

 2003 begannen wir gemeinsam mit Gábor Ferenczi mit den Dreharbeiten eines Dokumentarfilms mit dem Titel „Beschattetes Theater“ über Peter Halász und über die von ihm und seinen Kollegen geleiteten Theaterprojekte, bzw. über die so genannte „Verbotene Kultur“ im Ungarn der siebziger Jahre.

 Das Material bestand im Wesentlichen aus Aufnahmen von Ereignissen, die eng mit dem Gegenstand unseres Filmes verknüpft waren, sowie zahlreichen kürzeren Gesprächen mit Peter Halász. Die plötzliche Krebs-Erkrankung Peter Halász´ im Jahr 2006 schuf eine neue Situation. Auf Peters Bitte hin nahmen wir die Gelegenheit wahr, in der letzten Periode seines Lebens weitere, ausführlichere Gespräche mit ihm aufzunehmen. Diese kreisten wegen der extremen Gebrechlichkeit Peter Halász’und der unmittelbaren Nähe seines Todes um eine jeweils aktuelle, von Peter aufgeworfene Frage und so fehlte es ihnen an jedwedem systematisierenden Zuschnitt.

 Daraus ergibt sich, dass der anzufertigende Porträtfilm sich auch auf Reportagen anderer Filmemacher stützen, wie er auch notgedrungen vielfach auf Archivmaterial zurückgreifen muss.
 

 

Production:

Written & Directed by: Can Togay
   
Producer:
Co-Producer:

Andras Muhi (Inforg Studio, Budapest)

Sandor Söth (Intuit Pictures, Berlin)

   
D.o.P.: Gábor Ferenczi

 

 


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